Die Geschichte der Kerkerbachbahn

Im Jahre 1884 wurde die Kerkerbachbahn AG gegründet. Die Kerkerbachbahn diente in erster Linie dazu, die Bodenschätze wie Ton, Basalt, Eisenerz usw. im südlichen Teil des Westerwaldes zu erschließen und somit Konkurrenzfähig zu machen. Die Kerkerbachbahn AG unterhielt zwei vom Bahnhof Kerkerbach ausgehende Strecken, die "untere" und die "obere" Strecke. Die untere Strecke war dreischienig ausgebaut und verlief über Steeden nach Dehrn. Dank des dreischienigen Ausbaus dieser Strecke konnten neben Schmalspurbahnen auch Normalspurige Bahnen auf dieser Strecke fahren. Die obere Strecke verlief über Eschenau, Christianshütte und Schupbach nach Heckholzhausen. Erst später (1908) wurde die Strecke bis nach Hintermeilingen und anschließend nach Mengerskirchen erweitert. Die Gesamtlänge der Strecke betrug nun 35 km.

Der erst 1908 eröffnete Abschnitt von Hintermeilingen nach Mengerskirchen brachte nicht die gewünschten Einnahmen ein und wurde somit bereits 1920 für den öffentlichen Verkehr wieder stillgelegt. Der damalige Haupkunde dieses Abschnittes (Eisenfelder Steinwerke) übernahm daher die Strecke als Anschlussbahn und gründete die Hintermeilinger- Mengerskirchener Anschlussbahn. Mitte der dreißiger wurde dann die Strecke Hintermeilingen - Mengerskirchen schließlich ganz still gelegt und abgebaut.

Wenn Sie heute durch den Hintermeilinger Wald richtung Heckholzhausen gehen, sehen Sie auf der rechten Seite noch einen Teil des alten Bahndammes. An diesem Bahndamm wurde das Ton, welches aus der nahgelegen Tongrube mit Hilfe einer Schmalspurbahn hinaus befördert wurde, auf die Kerkerbachbahn umgeladen und weiter transportiert. Die Schienen der Kerkerbachbahn waren auf dem heutigen Wanderweg / Nordicwalkingstrecke verlegt.

 

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